Der ganz normale Wahnsinn im Tierschutz

Schon Arthur Schopenhauer sagte: "Für die Tiere ist das Leben auf dieser Welt die Hölle, und ihre Teufel sind die Menschen."

Unsere Tierschutzgesetze, bei Licht betrachtet, schützen nicht etwa die Tiere, sondern sie sind vielmehr eine Gebrauchsanweisung zur gewerbsmässigen Ausbeutung unserer Nutztiere. Laut Gesetz müssen Kühe an 90 von 365 Tagen eine halbe Stunde aus dem Stall gelassen werden, um die "guten" Tierschutzvorschriften zu erfüllen. Wie soll dieser kurze, seltene Auslauf überhaupt kontrolliert werden, und von wem? Mastmunis dürfen sogar lebenslänglich ohne Auslauf dicht gedrängt auf Vollspaltenböden gehalten werden. Weder der Bauer noch die Bevölkerung scheint sich daran zu stossen. Die natürlichen Bedürfnisse unserer Tiergeschwister werden einfach ignoriert, als seien Tiere nur für den Menschen und sein Ausbeutungswerk da.

In der Schweinemast erlauben die "guten Tierschutzgesetze" zwei Schweine pro Quadratmeter. Das ist ein bodenbedeckendes Gedränge. Lebenslänglich müssen die sensiblen Tiere auf dem harten, einstreulosen Zementboden am gleichen Platz koten, harnen, essen und schlafen. Mutterschweine dürfen noch bis ins Jahr 2008 wochenlang in nur gerade körpergrosse Käfige (Kastenstände) gesperrt werden, wo sie sich nicht einmal umdrehen und ihre Jungen sehen können. Auch sie sind gezwungen, Tag und Nacht im eigenen Kot und Urin zu liegen. Die lange Zeit in Einzelhaft - ohne Bewegungs- und Beschäftigungsmöglichkeit - macht sie neurotisch, was an ihren endlosen stereotypen Kopfbewegungen ersichtlich ist, doch wer schaut schon hin? Wir ernähren uns vom Leiden der Tiere, als seien Tiere nur für den Menschen und seine Begierden da.

Ferkeln und Lämmern dürfen bei vollem Bewusstsein die Hodensäcke aufgeschnitten, die Hoden heraussgerissen und abgeklemmt werden. Kälbern dürfen die Hornansätze abgebrannt werden, was nachweislich sehr schmerzhaft ist. Küken dürfen die Schnäbel abgeklemmt werden, was ebenfalls sehr schmerzhaft ist und die Tiere beim Picken behindert, sie also zu Krüppeln macht. Ob diese geschändeten Kreaturen wohl von dauernden Phantomschmerzen geplagt werden? Dafür interessieren sich die sonst so neugierigen Forscher nicht, denn damit kann weder Geld noch ein Nobelpreis gewonnen werden. Als seien Tiere nur für den Menschen und sein Zerstümmelungswerk da.

Masthühner und Truten dürfen so qualgezüchtet werden, dass sie nicht mehr richtig gehen und nicht einmal mehr artgemäss auf eine Sitzstange sitzen können. Legehennen dürfen derart mit Kraftfutter gedopt werden, dass ihnen die Federn ausfallen. Zum Schlachten dürfen sie kopfunter mit den Füssen an ein Förderband gehängt werden, was sie in Todesangst versetzt. So werden sie Tag für Tag zu Abertausenden bis zur völligen Erschöpfung hängen gelassen, damit sie sich nicht mehr wehren, wenn sie endlich betäubt und geschlachtet werden. Auch viele Tierschützer scheinen beim Genuss von ″weissem Fleisch“ keinerlei Bedenken zu haben. Es gibt sogar solche unter ihnen, die sich als “Vegetarier“ bezeichnen, als sei Fleisch nicht in jedem Fall ein beseeltes Wesen gewesen, bevor es gewaltsam zu Tode kam.

Mit der grössten Selbstverständlichkeit wird unseren Tiergeschwistern auch ihr gesamtes natürliches Sexualverhalten geraubt, als sei Sex nur für die Menschheit bestimmt. Munis und Eber dürfen gerade noch eine Attrappe bespringen, wo sie dann von Menschenhand abgesamt werden, um die Muttertiere künstlich zu befruchten. Milchkühe müssen Jahr für Jahr ein Kälbchen gebären, das ihnen sofort nach der Geburt weggenommen wird, um die Milchproduktion für die Menschenwelt zu gewährleisten. Kein Babykälbchen darf mehr die Nähe zu seiner Mutter erleben und von ihr trocken geleckt werden, und keine Kuh darf ihr Mutterglück erfahren. Weder Tierschützer noch Bauern finden daran etwas Verwerfliches, als seien natürliche Fortpflanzung, Kindschaft und Elternschaft nur für den Menschen bestimmt.

Die Abermillionen Versuchstiere in den Labors der Pharmagiganten, die zum "Wohle der Menschheit“ bei vollem Bewusstsein bis zum Irrsinn gequält und dann entsorgt werden, stehen auf einem anderen Blatt. Ebenso die genmanipulierten ”Ersatzlager-Tiere“, deren Organe zur Transplantation in Menschenkörper gehandelt werden. Nicht zu vergessen sind auch die zu Millionen malträtierten Pelztiere, die der Eitelkeit der Schwachsinnigen dienen, und die schwangeren Pferdestuten, die in Kanada und den USA lebenslänglich zu Zehntausenden in Tierfabriken stehen, Tag und Nacht an eine Vorrichtung angeschlossen, die dem Sammeln ihres östrogenreichen Urins dient. Diese erbärmlichen Kreaturen können sich kaum bewegen, sich nicht auf die Seite legen oder ihren Kopf auf dem Boden ausruhen, und ihre Fohlen sind ein unerwünschtes ”Nebenprodukt“. Eine dämonischere Folter könnte sich wohl nicht einmal der Leibhaftige persönlich ausdenken. Und dies nur zur luktrativen Herstellung äusserst fragwürdiger Östrogenpräparate mit Namen wie Presomen, Premarin, Sequenna, u.a., die den Frauen nach ihrer Menopause von Ärzten aufgeschwatzt werden, als sei das Recht auf ein Leben ohne Folter nur für den Menschen bestimmt.

Wie viel Elend und Leiden muss unseren Tiergeschwistern noch angetan werden, bis die Menschheit den Fluch erkennt, den sie dadurch auf sich und die Welt zieht? Wie lange dauert es wohl noch, bis die Forscher begreifen, dass sie für jede Krankheit, die sie zu besiegen meinen, eine neue ins Leben rufen? Wie viel unschuldiges Tierblut muss unsere geduldige Mutter Erde, müssen unsere Gewässer noch schlucken, wie viel Mitwelt muss noch zerstört werden, bis die Menschen zur Einsicht kommen und die Verantwortung für ihr Tun übernehmen?
Erica Kalika Blöchlinger

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